Börsenmakler und ihr Job an der Börse

Ein Börsenmakler, den man umgangssprachlich auch nur 'Makler' nennt, ist ein Vermittler für sämtliche Effektgeschäfte an der Börse, das heißt den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Er handelt mit Wertpapieren und Aktien. Man unterscheidet zwischen dem amtlichen Makler, auch Kursmakler genannt, und dem freien Makler.

Durch wen werden Börsenmakler bestimmt?

Der amtliche Makler wird von der zuständigen Landesbehörde bestimmt und dann auch vereidigt. Zu seinen anspruchsvollen Aufgaben gehört vor allem die Vermittlung von Wertpapieren aus den zugewiesenen Bereichen auf eigene oder fremde Rechnung. Währenddessen ermittelt er den Börsenkurs. Überwacht wird der amtliche Makler durch die Handelsüberwachungsstelle der Börse (kurz HüSt), die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz BaFin) und die Börsenbehörde des jeweilig zuständigen Bundeslandes. Der freie Makler ist lediglich für die Ermittlung der aktuellen Börsenkurse zuständig und überwacht diese auch. Natürlich handelt auch er mit sämtlichen Wertpapieren und Aktien. Seine Schwerpunkte beziehen sich hauptsächlich auf den geregelten Markt und den Freiverkehr. Seine Zulassung wird durch den Börsenvorstand beschlossen und auch genehmigt. Der Börsenmakler wird generell nur zugelassen, wenn er hinreichende Qualifizierungen und eine Ausbildung erlangt hat. Zudem ist so viel wie möglich Berufserfahrung nötig, um beim Börsenmarkt zu bestehen. Ohne ausreichend finanzielle Mittel oder finanzieller Sicherheiten, wie zum Beispiel Bürgschaften, ist der Handel an der Börse nicht realisierbar.

Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Börsenmakler und Börsenmakler?

An der Börse gibt es eine eigene spezielle Sprache, damit sich die Makler fehlerfrei untereinander verständigen können. Diese Sprache ist eine Mischung aus Sprache und des Gestikulierung mit der Hand bzw. den Fingern. Will ein Makler also etwas mitteilen, so sagt er das Gleiche mit den Händen als auch verbal. So wird verhindert, dass es zu Missverständnissen kommt. Auf einen Ausspruch folgt immer eine Reaktion, zum Beispiel wird auf 'von dir' 'an dich' erwidert. 'Von dir' bedeutet schlicht 'Kaufen' und 'an dich' steht für 'Verkaufen'. Zwei weitere wichtige Wörter sind 'Geld', was 'Rücklaufkurs' ausdrückt, und 'Brief', was 'Verkaufskurs' ausdrückt. Auch weitere, zusätzliche Informationen werden so untereinander weitergegeben. Alle Handzeichen und Aussprüche sind verbindlich. Es kommt ein rechtswirksamer Vertrag zustande. Diese bidirektionale Kommunikation ist von enormer Bedeutung, da es sonst wahrscheinlich zu vielen Missverständnissen und damit auch zu extrem Verlusten kommen kann. Der Makler bzw. auch ein Assistent notiert die Geschäfte, um den Überblick zu behalten. Die Notizen werden nach dem Handelsschluss untereinander abgestimmt.